Klinik Oberammergau
Zentrum für Rheumatologie, Orthopädie und Schmerztherapie
 
 
 
 

EIN ÜBERZEUGUNGSTÄTER

Daniel Nauroth fungiert als Manager – Vom Gesundheitswesen fasziniert

Oberammergau - Skifahren. Er liebt es. Seit seinem dritten Lebensjahr steht er auf den Brettern. Auch dem Wandern hat sich Daniel Nauroth verschrieben. Kein Wunder, dass er sich wohlfühlt in der Region. „Es ist immer mein Kind- heitstraum gewesen“, sagt er, „einmal hier zu leben.“ Jetzt hat ihn sich der 34-Jährige, der in der Region Koblenz aufwuchs, erfüllt. Er wohnt in Garmisch-Partenkirchen und arbeitet unter anderem in Oberammergau. Oben, am Lärchenbichl, als Manager der Waldburg-Zeil-Klinik.
Der Rheinland-Pfälzer folgte auf Direktor Robert Tauber, der sich heuer, Ende Januar, von der Einrichtung an der Hubertusstraße verabschiedet hatte (wir berichteten). Nauroth ist aber bereits seit 1. Juli 2021 bei den Waldburg-Zeil-Kliniken beschäftigt. Groß eingewöhnen musste er sich im Ammertal nicht. „Ich wurde gut aufgenommen. Es hat sich gleich so angefühlt, als würde ich schon immer hier arbeiten.“ Dabei schürt ein Wechsel in den Chefetagen gerne Ängste unter den Angestellten. Die seien ihnen aber gleich genommen worden, sagt Nauroth, dessen Stellenprofil sich von dem seines Vorgängers ein wenig unterscheidet.  
  
Der neue Mann steuert nicht nur das Schiff, in dem er für alle betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und administrativen Themen am Standort Oberammergau verantwortlich zeichnet. Seine Aufgabe umfasst eine Querschnittsfunktion in der Unternehmenszentrale. Nauroth pendelt zwischen Oberammergau und dem Hauptsitz in Isny-Neutrauchburg im Allgäu. Die Waldburg-Zeil- Kliniken und vor allem das Haus in Oberammergau gehören in seinen Augen mit ihrem Leistungsportfolio in der medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung zu den Top- Adressen. Logisch, dass Nauroth die Anfrage für den Posten nicht unbeantwortet ließ. Per Video wurde er eingeladen, sich vorzustellen, wegen Corona. Er überzeugte. Durch Erfahrung. Durch Wissen. Durch seinen Berufsethos.  
  
 

Er arbeitete in der Pflege mit

  
  
Seit 2004 ist der neue Manager im Gesundheitswesen tätig. Erste berufliche Schritte machte er in seiner Heimat. Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen studierte er an der Fachhochschule Koblenz Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt „Gesundheits- und Sozialwirtschaft“. 2014 durchlief er ein zweijähriges Management-Traineeprogramm der BBT-Gruppe – sie gehört mit über 100 Einrichtungen und über 14 000 Mitarbeitern zu den großen christlichen Trägern von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland –, das ihn nachhaltig prägte. „In dieser Zeit konnte ich meine ersten Erfahrungen im Management von Ge- 
sundheitseinrichtungen sammeln“, erzählt Nauroth. Zugleich hatte er die Möglichkeit, unterschiedliche Versorgungsformen hautnah zu erleben.   
  
Er arbeitete in der Pflege und in der Psychiatrie mit, durfte bei Operationen dabei sein, erlebte den Spirit, wie er sagt. „Davon zehre ich noch heute.“ Bis zu seinem Wechsel 2021 war er am Katholischen Klinikum Koblenz- Montabaur beschäftigt, zuletzt ebenfalls als Manager. Auch ein Masterstudium in „General Management“ an der Business School der Steinbeis-Hochschule absolvierte er. Nebenher versteht sich. „Um den Horizont zu erweitern“, sagt Nauroth.  
  
 

Wenn ich was mache, dann aus vollem Herzen und aus Überzeugung

  
  
Den Kontakt zum Gesundheitswesen verlor er aber nie. Zu sehr fasziniert es den 34- Jährigen. „Es gibt kein System, in dem man so sinnhaft unterwegs sein kann“, betont er. Der Manager legt keinen Wert auf Titel und Posten. Er will Menschen helfen. Dafür brennt er. „Wenn ich was mache, dann aus vollem Herzen und aus Überzeugung.“ Die Qualität der Klinik Oberammergau weiß Nauroth zu schätzen. „Hier wurden in der Vergangenheit viele richtige und wegweisende Entscheidungen getroffen, die eine ganzheitliche und sektorenübergreifende Patientenversorgung ermöglichen.“ Selten hat er einen Klinikkomplex und Therapiegebäude mit solch einer Infrastruktur und Ausstattung gesehen. Das Ambulante Ärztezentrum (MVZ), die Akutbereiche der internistischen und orthopädischen Rheumatologie und Anästhesie/ Schmerzmedizin, die Rehabilitation mit einer integrierten geriatrischen Reha, das Medical Sports – alles Angebote, mit denen man „hausieren gehen kann“.  
  
Der Rheinland-Pfälzer zeigt sich begeistert davon, dass alles Notwendige für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung auf dem Campus gebündelt vorhanden ist. „Durch das Leistungsportfolio ermöglichen wir eine mehrdimensionale Vernetzung von Bereichen und Sektoren (ambulante und stationäre Versorgung) und können unseren Patienten mit unserem intersektoralen Konzept professionelle Medizin, Pflege und Therapie anbieten“, sagt er. Die gesamte Infrastruktur – dazu zählt er auch die Mitarbeiter – suche seinesgleichen.  
  
 

Attraktiver Arbeitgeber bleiben

  
  
„Was willman mehr.“ Nauroth will mehr. Expertisen bündeln und seine Vision fortführen. „Mitarbeiter benötigen den notwendigen Freiraum und müssen in ihrer Funktion in Kraft sein“, betont er. Nur so können sie ihre Potenziale voll entfalten, nur so „können wir gemeinsam Verantwortung für unseren Versorgungsauftrag übernehmen“. Trotz hierarchischer Organisationsstrukturen möchte er mit den rund 400 Mitarbeitern zusammen den Weg gestalten. Strukturelle Synergien nutzen, die Kooperationen im Landkreis leben, den niedergelassenen Bereich mehr einbeziehen. Ebenso wichtig für ihn: ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. „Der Status Quo ist schon gut.“ Mit der Baumaßnahme am Schilcherhof stehen mittlerweile attraktive Personalwohnungen zur Verfügung, ein Mobilitätskonzept existiert (wir berichteten). Allerdings gilt es seiner Auffassung nach auch, diesem Ruf weiterhin für alle Berufsgruppen gerecht zu werden, um so auch neue Mitarbeiter zu gewinnen.  
  
Der Manager klebt nicht im Hier und Jetzt fest, sondern bewegt sich gedanklich. Sein Blick richtet sich auf die Zukunft des Standorts, auf „kluge“ Personalkonzepte, darauf, wie sich Medizin, Pflege und Therapie entwickeln. „Wir können von anderen Gesundheitssystemen lernen“, meint er. Heißt aber auch, von der Bürokratie ein Stück weit abzurücken. Denn ihretwegen, ist der Manager überzeugt, geht der Ethos auf Dauer verloren.  
  
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Artikel aus: Garmischer Tagblatt vom 10.04.2022
Veröffentlicht am: 21.04.2022  /  News-Bereich: Die Presse über uns
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